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Frederik Hendrik van Den Hove (1628-1698) fertigte diesen Stich. Er unterteilt damit eine himmlische und eine irdische Sphäre. Die himmlische Hälfte mit der Sonne, dem sichelförmigen Mond, den Sternen und den zwei Sternbildern des Tierkreises Waage und Jungfrau, wird durch zwei Putti mit Kreuzstäben beobachtet. Gleichzeitig halten sie ein Tuch mit dem Buchtitel in den Händen. Auf der irdischen Bildhälfte gruppieren sich berühmte Astronomen um Urania, der Muse der Sternenkunde. Sie hält sitzend eine Armillarsphäre in ihrem Schoß und weist mit ihrer Linken zum Himmel. Auf der äußeren linken Seite sitzt Tycho Brahe (1546-1601). Er vermisst mit seiner Rechten einen Himmelsglobus und zeigt mit der Linken ebenfalls zum Himmel.Tycho Brahe gegenüber sitzt Nikolaus Kopernikus (1473-1543). Er macht Notizen, während er auf eine Armillarsphäre deutet. Im Hintergrund links beginnend steht Ptolemäus (um 100-175), der den Blick zum Himmel richtet und auf ein offenes Buch (vermutlich Almagest) zeigt. Rechts neben Ptolemäus ist eine Figur mit erhobenem rechten Arm zu erkennen, welche unter dem linken Arm ein Buch trägt. Über diese sind keine ausreichenden Erkenntnisse vorhanden, nur Vermutungen. Rechts daneben, mit einer scheibenförmigen Darstellung des heliozentrischen Weltbildes in der Hand, ist König Alfons X von Kastilien (1221-1284) oder auch Alfons der Weise, abgebildet.
Die Verbindung zwischen der irdischen und himmlischen Hälfte des Bildes stellt Johan Philip Lansberg (1561-1632) her, indem er mit einem Stab auf das heliozentrische Emblem weist. Dieses wohl durchdachte Frontispiz bildete einen würdigen Auftakt für ein Werk dieser Art.

Quelle: Dr. Volker Remmert, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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